Lange wurden Projekte vor allem anhand von drei Kriterien abgewogen:
- Kosten,
- Termine,
- und technische Qualität.
Heute reicht diese Logik nicht mehr aus.
Projekte müssen auch integrieren:
- CO2-Auswirkungen,
- Betriebskosten,
- Nachhaltigkeit,
- Resilienz,
- zukünftige Nutzungen,
- und Gesamtperformance über den Lebenszyklus.
Lean schlägt daher einen anderen Ansatz vor:
Projekte nicht nur nach unmittelbaren Kosten abwägen, sondern nach dem Gesamtwert, den sie über die Zeit schaffen.
Ziel ist nicht, die "billigste" Lösung zu wählen.
Ziel ist, die Lösung zu wählen, die:
- am kohärentesten,
- am nachhaltigsten,
- und insgesamt am leistungsfähigsten ist.
Einfache Definition
In vielen traditionellen Projekten:
werden Entscheidungen vor allem durch die anfänglichen Investitionskosten gesteuert.
Das Problem ist, dass manche Lösungen:
kurzfristig wirtschaftlich erscheinen,
später aber erzeugen:
- hohe Betriebskosten,
- mehr Instandhaltung,
- Energieverluste,
- geringe Anpassungsfähigkeit,
- oder einen erheblichen CO2-Fußabdruck.
Der Lean-Ansatz versucht dagegen, gleichzeitig zu integrieren:
- Zielkosten,
- operative Performance,
- Umweltauswirkungen,
- Baubarkeit,
- späteren Betrieb,
- und Nutzerwert.
Das Projekt wird dann nach einer Logik gesteuert:
- systemisch,
- lebenszyklusorientiert,
- und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtet.
Warum es wichtig ist
Projekte entwickeln sich in einem Kontext, in dem:
- Umweltanforderungen steigen,
- Ressourcen knapper werden,
- Energiekosten sich stark verändern,
- und Nutzererwartungen sich schnell wandeln.
In diesem Kontext:
wird Abwägung nur nach unmittelbaren Kosten riskant.
Manche Entscheidungen, die kurzfristig "sparen" sollen, können:
- zukünftige Performance stark verschlechtern,
- Betriebskosten erhöhen,
- Gebäudeflexibilität reduzieren,
- oder über Jahrzehnte erhebliche CO2-Auswirkungen erzeugen.
Lean geht davon aus:
Die besten Entscheidungen optimieren die Gesamtperformance des Systems über die Zeit.
Dafür braucht es:
- mehr Sichtbarkeit,
- mehr Zusammenarbeit,
- und ein besseres Verständnis der realen Auswirkungen von Abwägungen.
Konkretes Beispiel
In einem Hotelprojekt:
werden zwei technische Lösungen für das Energiesystem erwogen.
Option A
- niedrigere Anfangsinvestition,
- aber hoher Energieverbrauch,
- umfangreiche Instandhaltung,
- und geringe Weiterentwicklungsfähigkeit.
Option B
- höhere Anfangskosten,
- aber bessere Energieeffizienz,
- geringere Betriebskosten,
- niedrigere CO2-Emissionen,
- verbesserter Komfort,
- und vereinfachte Instandhaltung.
In einer klassischen Logik:
könnte Option A bevorzugt werden, um das Anfangsbudget einzuhalten.
In einer wertorientierten Lean-Logik:
- analysiert das Projekt:
- Gesamtkosten,
- Lebensdauer,
- Betrieb,
- Nutzungen,
- und Umweltauswirkungen.
Die finale Wahl wird dadurch:
- kohärenter,
- nachhaltiger,
- und insgesamt leistungsfähiger.
Häufige Fehler
Nur nach Anfangskosten abwägen
Die größten Kosten entstehen oft nach der Projektübergabe.
Wirtschaftliche und ökologische Performance trennen
Beide Dimensionen sind zunehmend voneinander abhängig.
CO2 zu spät integrieren
Die wichtigsten Entscheidungen werden oft schon in den ersten Planungsphasen getroffen.
In Silos arbeiten
Abwägungen werden relevanter, wenn:
- Betrieb,
- Instandhaltung,
- Bau,
- und Planung
ausgerichtet sind.
"Perfekte" Lösungen suchen
Lean sucht vor allem:
- robuste Kompromisse,
- die mit dem Gesamtwert des Projekts kohärent sind.
Kennzahlen
Mehrere Kennzahlen können zur Steuerung dieser Abwägungen genutzt werden:
- Einhaltung der Zielkosten
- Gesamtkosten über den Lebenszyklus
- CO2-Fußabdruck
- Energieperformance
- Geschätzte Betriebskosten
- Instandhaltbarkeit
- Zukünftige Flexibilität
- Nutzerzufriedenheit
- Grad der Baubarkeit
- Kostenvariabilität
- Haltbarkeit der Anlagen
- Amortisationszeit
Ziel ist es, zu messen:
- die Gesamtperformance,
- nicht nur die unmittelbaren Projektkosten.
Häufige Fragen
Warum reichen Anfangskosten nicht mehr aus?
Weil sie nur einen Teil der realen Performance des Projekts über seine Lebensdauer darstellen.
Will Lean "grüner" bauen?
Lean versucht vor allem:
- Verschwendung zu reduzieren,
- Wert zu verbessern,
- und Systeme nachhaltig zu optimieren.
Kosten CO2-arme Lösungen immer mehr?
Nicht unbedingt über den gesamten Lebenszyklus des Projekts.
Warum Betrieb schon in der Planung integrieren?
Weil Betriebskosten die anfänglichen Baukosten oft deutlich übersteigen.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Lean und Nachhaltigkeit?
Beide Ansätze versuchen:
- Verluste zu reduzieren,
- Ressourcennutzung zu verbessern,
- und mehr nachhaltigen Wert zu schaffen.
Leanfinity-Angebot
Lean & Green Performance
Offre Leanfinity Découvrir cette offreLeanfinity begleitet Organisationen bei:
- der Integration von CO2-Themen,
- der Optimierung von Projektabwägungen,
- wertorientierter Planung,
- und der Verbesserung der Gesamtperformance über den Lebenszyklus.
Unser Ansatz zielt darauf ab, Projekte aufzubauen, die:
- kohärenter,
- nachhaltiger,
- und wirtschaftlich sowie operativ leistungsfähiger sind.
Wie es funktioniert
Definieren
Den Begriff und seine Rolle im operativen System klären.
Sehen
Flüsse, Engpässe, Abweichungen und Schnittstellen sichtbar machen.
Handeln
Das Prinzip in konkrete Routinen, Entscheidungen und Zusagen übersetzen.
Lernen
Abweichungen messen, um das System zu verbessern, ohne Schuldige zu suchen.
Der Lean-Ansatz für Abwägungen beruht auf mehreren Prinzipien.
Den Gesamtwert des Projekts definieren
Das Projekt klärt:
Den Lebenszyklus integrieren
Entscheidungen berücksichtigen:
Mehrere Kriterien gleichzeitig bewerten
Abwägungen beruhen nicht mehr nur auf:
Mehrere Lösungen erkunden
Lean fördert:
Früh zusammenarbeiten
Entscheidungen werden relevanter, wenn:
ab den ersten Phasen zusammenarbeiten.
Auswirkungen sichtbar machen
Das Projekt versucht sichtbar zu machen: