Lean Engineering wendet Lean-Prinzipien auf Planung, Engineering und die Produktion von Informationen an.
Entgegen verbreiteter Annahmen entstehen Leistungsverluste nicht nur auf Baustellen oder in Werkstätten.
Auch Planungsphasen erzeugen:
- Wartezeiten,
- Nacharbeit,
- späte Abwägungen,
- Überlastung,
- Freigabeschleifen,
- und Instabilität.
Ziel von Lean Engineering ist deshalb, Planung:
- flüssiger,
- kollaborativer,
- verlässlicher,
- und stärker auf Wertschöpfung auszurichten.
Einfache Definition
Lean Engineering betrachtet:
Planung ebenfalls als Produktionssystem.
Dieses System produziert:
- Informationen,
- Entscheidungen,
- Pläne,
- Modelle,
- Spezifikationen,
- und technische Abwägungen.
Wie jedes Produktionssystem kann es gestört werden durch:
- Unterbrechungen,
- Wartezeiten,
- schlecht gemanagte Schnittstellen,
- späte Änderungen,
- und instabile Flüsse.
Lean Engineering versucht deshalb:
- Austausch zu verflüssigen,
- Koordination zu verbessern,
- Engpässe sichtbar zu machen,
- und Planungsflüsse zu stabilisieren.
Es stützt sich insbesondere auf:
- frühe Zusammenarbeit,
- Lean-Planung,
- Schnittstellenmanagement,
- Set-Based Design,
- TVD,
- und kontinuierliche Verbesserung.
Warum es wichtig ist
In vielen Projekten:
- werden Planungsentscheidungen zu spät getroffen,
- tauchen manche Engpässe nach der Freigabe auf,
- laufen Studien in Silos,
- und Nacharbeit wird häufig.
Das Ergebnis:
- Zeitverlust,
- Kostenabweichungen,
- Projektspannungen,
- sinkende Qualität,
- und Baustelleninstabilität.
Ein großer Teil der Projektperformance entscheidet sich jedoch sehr früh:
- in Planungsentscheidungen,
- Schnittstellen,
- und technischen Abwägungen.
Wenn die Planung instabil wird:
wird auch die Baustelle instabil.
Lean geht deshalb davon aus, dass die Qualität des Planungssystems direkt beeinflusst:
- Termine,
- Kosten,
- Baubarkeit,
- und die Gesamtperformance des Projekts.
Lean Engineering ermöglicht:
- unnötige Iterationen zu reduzieren,
- die Qualität von Entscheidungen zu verbessern,
- und Beteiligte besser um den Projektwert auszurichten.
Konkretes Beispiel
In einem komplexen Projekt:
arbeiten mehrere Planungsbüros gleichzeitig an stark voneinander abhängigen Systemen.
In einem klassischen Ansatz:
- bleibt der Austausch sequenziell,
- werden manche Entscheidungen ohne Gesamttransparenz getroffen,
- und Inkompatibilitäten werden spät sichtbar.
Das Ergebnis:
- Nacharbeit,
- Verzögerungen,
- dringende Abwägungen,
- und Überlastung der Teams.
Mit einem Lean-Engineering-Ansatz:
- werden Schnittstellen visualisiert,
- arbeiten Beteiligte früher zusammen,
- werden Engpässe sichtbar gemacht,
- und Abwägungen werden schrittweiser.
Die Studien gewinnen dadurch:
- an Fluss,
- an Kohärenz,
- und an operativer Stabilität.
Häufige Fehler
Glauben, dass Planung nur eine individuelle geistige Tätigkeit ist
Planung ist auch:
- ein kollektives System,
- mit Flüssen,
- Abhängigkeiten,
- und Schnittstellen.
In Silos arbeiten
Nacharbeit entsteht häufig durch:
- Desynchronisierung,
- und Entscheidungen, die von anderen Beteiligten abgekoppelt sind.
Entscheidungen zu früh einfrieren
Manche Optionen sollten vor der endgültigen Abwägung erkundet werden.
Freigaben vermehren, ohne Austausch zu verflüssigen
Übermäßige Kontrolle verlangsamt häufig den Planungsfluss.
Nacharbeit als normal betrachten
Unnötige Iterationen sind ein erheblicher Performanceverlust.
Kennzahlen
Lean Engineering kann mit mehreren Kennzahlen gesteuert werden:
- Anzahl der Nacharbeiten
- Zykluszeit der Studien
- Wartezeit zwischen Beteiligten
- Anzahl offener Engpässe
- Zuverlässigkeit von Zusagen
- Entscheidungszeit
- Anzahl der Planungsiterationen
- Grad der Baubarkeit
- Terminvariabilität
- Zufriedenheit der Beteiligten
- Team-Auslastung
- Anzahl der Schnittstellenkonflikte
Ziel ist es, Stabilität und Fluss des Planungssystems zu messen.
Häufige Fragen
Warum Lean auf Planung anwenden?
Weil ein großer Teil der Projektverluste entsteht in:
- Studien,
- Schnittstellen,
- und Planungsabwägungen.
Reduziert Lean Kreativität?
Nein. Lean versucht im Gegenteil:
- Austausch besser zu strukturieren,
- Entscheidungen zu verflüssigen,
- und unnötige Iterationen zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen klassischem Engineering und Lean Engineering?
Lean Engineering steuert stärker:
- Informationsflüsse,
- Schnittstellen,
- Zusammenarbeit,
- und globale Wertschöpfung.
Kann Last Planner auf Studien angewendet werden?
Ja. Lean-Prinzipien zum Management von Zusagen funktionieren auch in der Planung.
Warum beeinflusst Planung die Baustelle so stark?
Weil Entscheidungen aus den Studien direkt beeinflussen:
- Baubarkeit,
- Logistik,
- Schnittstellen,
- Kosten,
- und Baustellenstabilität.
Leanfinity-Angebot
Target Value Delivery / Lean Engineering
Leanfinity begleitet Organisationen bei:
- der Verflüssigung von Studien,
- der Koordination von Schnittstellen,
- der Einführung von Lean Engineering,
- und der Verbesserung von Planungsabwägungen.
Unser Ansatz zielt darauf ab, Planungssysteme aufzubauen, die:
- kollaborativer,
- robuster,
- und stärker auf Gesamtwert ausgerichtet sind.
Wie es funktioniert
Definieren
Den Begriff und seine Rolle im operativen System klären.
Sehen
Flüsse, Engpässe, Abweichungen und Schnittstellen sichtbar machen.
Handeln
Das Prinzip in konkrete Routinen, Entscheidungen und Zusagen übersetzen.
Lernen
Abweichungen messen, um das System zu verbessern, ohne Schuldige zu suchen.
Lean Engineering beruht auf mehreren Grundprinzipien.
Nach Wert planen
Teams arbeiten ausgehend von:
Früher zusammenarbeiten
Die verschiedenen Beteiligten werden ab den ersten Phasen eingebunden:
Das ermöglicht:
Informationsflüsse verflüssigen
Lean versucht:
Engpässe sichtbar machen
Potenzielle Blockaden werden identifiziert:
Mehrere Lösungen erkunden
Lean Engineering fördert:
Zusagen stabilisieren
Planungsaufgaben müssen:
Das Last Planner System kann auch auf Studien angewendet werden.